Facebook Werbung Anleitung

Facebook Werbung für Einsteiger

Die wichtigsten „Kampagnenarten“ im Facebook Werbeanzeigenmanager für Einsteiger

Gruezi! (ja, ich bin an der Schweizer Grenze aufgewachsen – hin und wieder muss ich das mal erwähnen). Ich bin Frauke Schramm, Deine Social Media Mutmacherin – und ich freu mich SEHR, dass ich heute in diesem Gastartikel bei Claudia zu Gast sein darf. Danke schön, liebe Claudia!

Dass ich ein Fan von bezahlter Werbung auf Facebook bin, ist ein eher offenes Geheimnis 😊 Allerdings wirst Du von mir auch zu hören bekommen: sieh bitte erst zu, dass „Dein“ Facebook auch organisch gut funktioniert! Eine gute und kurze Anleitung von Claudia dazu findest Du hier - und die wichtigsten Fragen, die rund um Facebook immer wieder auftauchen, die erklärt sie Dir hier.

Denn: je besser Dein Facebook schon ohne Werbung funktioniert, um so erfolgreicher werden Deine Anzeigen sein. Am besten baust Du beides parallel auf. Grundsätzlich gilt: fang an. Nur wer anfängt, kann besser werden ❤

Was ist eigentlich eine Kampagne in Facebook-Sprech?

Was wir im Deutschen als „Werbekampagne“ bezeichnen, können wir nicht direkt auf die Bezeichnung „Kampagne“ im Werbeanzeigenmanager übertragen.

Dort ist eine Kampagne eine Anzeige, die durch verschiedene Einstellungen möglichst genau definiert wird. Bereits die Auswahl der Kampagnenart bestimmt teilweise, was hinterher funktioniert – und was eben nicht.

Eine „Werbekampagne“ im normalen Sprachgebraucht kann aus allem möglichen bestehen, aus Radio-Spots, Flyern, Zeitungsanzeigen … was immer Dir einfällt 😊 Lass Dich davon nicht irritieren, in Facebook-Sprech ist eine Kampagne eine möglichst exakt definierte Anzeige (oder auch mehrere – aber keine Mischung von verschiedenen Kampagnentypen. Was das genau heisst, verstehst Du am Ende dieses Artikels besser, versprochen).

Facebook Anleitung für Anfänger

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Wie viele Kampagnen gleichzeitig?

Am deutlichsten wird das daran, dass Du problemlos viele Kampagnen nebeneinander im Werbeanzeigenmanager laufen lassen kannst. Es gibt da keine Obergrenze – höchstens die, dass Du noch den Überblick behalten willst.

Ein Praxistipp an dieser Stelle: benenne Deine Kampagnen sprechend, so dass Du in 3 Monaten noch weißt, was das jetzt war. Du wirst Dich irgendwann sehr lieb haben für diese Idee, glaub mir 😊 Das Datum der Erstellung in den Kampagnennamen hinzuzufügen, ist übrigens auch sehr schlau.

Die drei wichtigsten Kampagnentypen

Wenn Du den Werbeanzeigenmanager öffnest, dann hast Du oben links im Eck einen grünen Button – der heißt „Erstellen“. Den klickst Du an. Dann siehst Du dieses Bild:

Facebook Werbung einfach erklärt

Wir werden uns in diesem Artikel mit drei Kampagnentypen näher beschäftigen, die für Einsteiger/innen am wichtigsten sind. Die sind im Bild gelb markiert.

Bei allen drei Kampagnentypen geht es um den Beziehungsaufbau, um Sichtbarkeit, um Reichweite. Also darum, dass Menschen, die potentiell bei Dir kaufen könnten, Dich kennenlernen. Je „teurer“ Dein Angebot ist, um so wichtiger wird dieses Vertrauen für Kaufentscheidungen. Das kennst Du von Dir selbst: ein Spontankauf für 10,-? Für die allermeisten von uns nichts, worüber wir nachdenken. 100,-? Schon eher. 1.000,-? So ganz spontan – vermutlich nicht mehr.

 Das hat übrigens nichts mit der Qualität und dem Wert Deines Angebots zu tun – da geht es um das Verhältnis von Vertrauen zu erwartetem Nutzen und dem eigenen Geldbeutel.  Es ist also unser Job, erstmal Vertrauen zu uns und unserem Angebot aufzubauen. Die Käufe folgen dann später.

Traffic-Kampagnen

Der erste Kampangentyp, den wir uns näher ansehen, ist „Traffic“. Damit führst Du Menschen zu einem bestimmten Link.

Traffic Kampagne Facebook Werbung Anleitung

Facebook selbst sagt dazu:

  • Personen zu einem Ziel deiner Wahl leiten, etwa einer Website, einer App, zur Wählhilfe für einen Anruf oder zu einer Messenger-Unterhaltung (Website-Klicks)
  • Nutzerzahlen deiner mobilen oder Desktop-App steigern (App-Interaktionen)

Für uns entscheidend ist bei Traffic das Anbieten eines Links zu unserer Webseite. Das wird meist ein Blogartikel oder eine Landingpage sein. Je weiter Du noch am Anfang stehst, um so wichtiger ist Dir sicherlich der Aufbau Deiner Reichweite. Damit baust Du Deine Sichtbarkeit aus und Du beginnst, Vertrauen zu schaffen. Für diesen Zweck sind Blogartikel ein grossartiges Instrument. Sie zeigen Dich als Expert/in und beweisen: da weiss jemand, um was es geht!

Es ist sehr verführerisch – funktioniert aber fast nie: sofort die direkte Verlinkung zu einem Kaufangebot posten. Warum nicht?  Stell Dir vor, Du gehst durch eine Fussgängerzone. Plötzlich hüpft jemand Fremdes direkt vor Dich hin, hält Dir was unter die Nase und ruft lauthals: „Kauf das!“ Was machst Du höchstwahrscheinlich? Du siehst zu, dass Du möglichst schnell wegkommst. Und zwar völlig unabhängig davon, ob das Angebot was für Dich wäre oder nicht. Warum? Du fühlst Dich überfahren, und das ist Dir unangenehm. Das passiert oft auch mit Angeboten, die Du völlig Fremden unterbreitest. Diese Menschen vertrauen Dir (noch) nicht – dann ist die Motivation, Dir Geld zu geben, eher gering. Nach meiner Erfahrung funktioniert das bei sehr niedrigpreisigen Angeboten (max. 30,-) – danach wird es schwierig.

Mittlerweile gilt das übrigens auch mehr und mehr für Freebies. Auch da wollen wir vorher wissen: lohnt sich das für mich? Der Vertrauensaufbau wird immer wichtiger – mit Blogartikeln bekommst Du das wunderbar hin. Übrigens müssen Blogartikel nicht lang sein! Es darf auch „nur“ ein kurzer Text z.B. mit einem Video dazu sein. Es geht nur darum, Dich als Expertin zu zeigen. Wenn Du das in 100 Worten schaffst – perfekt!

Übrigens: eine direkte Verlinkung zu Deiner Facebook-Gruppe ist leider nicht möglich, das lässt Facebook aktuell nicht zu. Was funktioniert: den Link zu Deiner Facebook-Gruppe in einen Kommentar bei der Werbeanzeige einbauen. Wie Du Dich grundsätzlich in Facebook-Gruppen verhalten solltest, hat Dir Claudia übrigens hier zusammengestellt.

Interaktion

Mit einer Interaktionskampagne möchtest Du, dass die Interessenten mit Deinem Inhalt etwas machen, also interagieren.

Interaktionskampagne Facebook Werbung Anleitung

Was Facebook darunter versteht: 
Erhalte mehr „Gefällt mir“-Angaben für deine Seite, mehr Veranstaltungszusagen/-absagen oder Beiträge sowie mehr Kommentare und sorge dafür, dass deine Inhalte häufiger geteilt werden.

Für uns die wichtigste Interaktion: Kommentare und ggfs. geteilte Beiträge. Dieser Kampagnentyp ist gut geeignet für „leichte“ Kost. Z.B. für Fragen, die Du stellst. Und für Beiträge, die schon ohne Werbung gute Ergebnisse erzielten.

Übrigens: wenn Du in Deinen Beiträgen Emojis (das berühmte Herzchen oder Smileys oder sowas) verwendest, dann mögen Deine Leser/innen das meistens sehr gerne. Was Du dazu beachten solltest, habe ich Dir hier zusammengestellt.

Das Bewerben von Veranstaltungen empfehle ich nur eingeschränkt. Selbst wenn Leute auf Facebook zusagen, heißt das noch lange nicht, dass sie auch wirklich bei der Veranstaltung erscheinen. Setze es ein, um Leute darauf aufmerksam zu machen – erwarte aber bitte nicht, dass jede Zusage auch wirklich zu einer Buchung führt.

 „Gefällt mir“-Angaben für die Seite setze ich bei meinen Kundinnen dann ein, wenn sie noch ganz am Anfang mit ihren Aktivitäten stehen. Hat eine Facebook-Business-Seite noch weniger als ca. 300 Fans, kann das sinnvoll investiertes Geld sein. Um sichtbar zu werden, müssen Deine Beiträge ja überhaupt erst mal den richtigen Menschen angezeigt werden. Es ist übrigens nicht unbedingt nötig, ein Riesen-Budget dafür anzusetzen. Wenn Du ganz am Anfang Deines Business mit 2,- / Tag startest, wächst Deine Fanbasis langsam, aber stetig vor sich hin – ihr wachst quasi miteinander.

Videoaufrufe

Ich muss immer grinsen, wenn ich den Info-Text von Facebook dazu lese: „Schalte Video-Ads.“ Natürlich stimmt das, wir schalten hier Anzeigen, damit die Leute sich das Video ansehen. Warum solltest Du das tun?

Video-Ads haben eine Eigenschaft, die sie in meinen Augen zu einer Art Zauberwaffe macht. Facebook misst, wie lange der einzelne Mensch, dem Dein Video angezeigt wird, dieses Video anschaut. Du als Werbetreibende kannst hinterher dann sagen: „Facebook, alle Menschen, die mein Video xy zu mindestens 75% angesehen haben – die schicken wir jetzt zu meinem neuesten Blogartikel!“.

Der Clou dabei: wer sich Dein Video zu mindestens 75% ansieht, den muss es irgendwie interessiert oder angesprochen haben. Dieser Mensch hat Dich zumindest ein klein wenig wahrgenommen. Damit – um bei der Fussgängerzone zu bleiben – wäre ihm Dein Gesicht nicht mehr völlig fremd.

Welches Video Du hierfür einsetzt, kommt wieder sehr darauf an. Ich schalte für meine Kundinnen oft zunächst mal Video-Anzeigen mit einer Länge von ca. 15 – 20 Sekunden. Dafür verwenden wir meist ein oder mehrere Fotos, die wir auf einen Video-Hintergrund setzen (hier ist www.canva.com absolut zu empfehlen – damit geht das sehr schnell und einfach!). Dazu kommt Text, der gelesen werden möchte. Das kostet Zeit, wer die investiert, findet höchstwahrscheinlich das Thema interessant.

Für Deinen Einstieg reicht das erst mal aus! 

Mit diesen drei Kampagnen-Arten kannst Du Deine ersten Erfahrungen im Bereich Facebook-Werbung sammeln. Natürlich geht es irgendwann darum, Re-Targeting zu machen. Das bedeutet: Menschen, die Dich schon wahrgenommen haben, wieder anzusprechen. Oder Menschen zu finden, die Deinen idealen Kundinnen möglichst ähnlich sind. Dafür brauchst Du aber eine vernünftige Basis. Ohne hier jetzt zu weit einzusteigen: die magische Zahl hier lautet „1.000“ – und die musst Du erst mal haben. Dafür sind diese drei einfacheren Werbeformen gut geeignet.

Die Autorin

Frauke Schramm, Deine Social Media Mutmacherin. Seit 2014 ist meine Leidenschaft, Solopreneure für Facebook und Instagram zu begeistern und ihnen zu zeigen, WIE sie diese Plattformen für sich und ihr Business nutzen können. Dazu gehört auch die bezahlte Werbung. Die muss nicht viel kosten, aber sie muss „sitzen“. Ich liebe es, komplizierte Sachverhalte einfach zu erklären; bei mir gibt’s keine dummen Fragen! Wenn Du was nicht weisst, frag bitte. ❤ Wenn ich nicht vor dem PC oder dem iPad sitze, dann spiele ich vielleicht gerade mit unseren Katzen. Oder gehe meiner zweiten Leidenschaft nach, der Textilkunst.

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Frauke Schramm Social Media Mutmacherin

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Letzte Aktualisierung am 19. August 2023

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