Wie Du eine starke Marke gestalten kannst

Hallihallo,

ich bin Steffi, leidenschaftliche Marken-Gestalterin. Ein großes Dankeschön an Claudia, dass ich hier einen Gastartikel darüber schreiben darf, wie Du Deine Marke anziehend aufbaust.

Dieser Artikel ist perfekt für Dich, wenn Du grade mit Deinem Business startest oder wenn Du aktuell Deine Marke optisch überarbeitest (ein sogenanntes Re-Design).

Ich werde Dir alle nötigen Schritte erklären, um Deine Marke schön und vor allem schlau zu gestalten. Denn wollen wir das nicht alle? Jemand bekommt Deinen Flyer in die Hand oder schaut sich Deine Website an und denkt „Das ist ja der Knaller! Wer so eine tolle Marke hat, muss es wirklich draufhaben!“

Sich eine gute Marke zu gestalten ist eine große Herausforderung. Markengestaltung ist ein komplexes Thema, zu dem ich hier die ersten Schritte erkläre. Wir bewegen uns sowohl auf der inhaltlichen Ebene, als auch auf der visuellen. Wir starten mit dem Inhalt 😉  3-2-1 los…

1. Positioniere Dich klar und eindeutig

Bevor Du an Deine Marken-Gestaltung gehst, solltest Du wissen, wo Du stehst, wo Du hin willst, ob Du da gut stehst, wer neben Dir steht oder vielleicht sogar im Weg.

Außerdem sehr wichtig:
Was genau bietest Du an?
Wem möchtest Du es verkaufen?
Das ist Deine Zielgruppe. Wie Du Deinen Lieblingskunden findest, zeigt Dir Claudia: Zielkunden definieren
Über welchen Weg willst Du Deine Kunden erreichen? Über die sogenannten Marketing-Kanäle hat Claudia einen tollen Blogbeitrag verfasst.
In welcher Branche befindest Du Dich?
In welcher Nische kannst Du Menschen mit Deinem unwiderstehlichen Angebot begeistern?

All diese Fragen sind super wichtig. Eine sinnvolle Positionierung erspart Dir falsche Kommunikation und damit Geld. Eine alte Oma fühlt sich von anderen Texten und Bildern angesprochen als ein 14-jähriger Junge. Außerdem ist die Oma wahrscheinlich nicht auf Instagram.

Bei allen Fragen rund um Markenpositionierung hilft Dir Claudia mit ihren Marketing Boost Paketen weiter.

2. Formuliere Deine aussagekräftige Botschaft

Finde den Schuh-drück-Faktor Deiner Kunden und die Antwort auf folgende Fragen:

Was hat der Kunde von Deinem Produkt oder Deiner Dienstleistung?

Welches Problem löst Du für ihn/sie?

ODER

Welchen Wunsch erfüllst Du ihm/ihr?

 

Das ist mir der wichtigste Punkt in der Markenstrategie! Nur wenn Du weißt welches Problem Du löst oder welchen Wunsch Du Deinen Kunden erfüllst, kannst Du das auf Deine Website und alle anderen Werbemittel übertragen. Das ist der sogenannte Nutzen des Produktes oder der Dienstleistung.

Leider können diese wichtigen Fragen die wenigsten beantworten. Die meisten Selbständigen und Unternehmer können Eigenschaften und Vorteile benennen. Fast keiner erkennt den Problemlösungs-/Wunscherfüllungs-Faktor.

Auf Deiner Homepage sollte diese Frage aber zuerst beantwortet werden! Dein Kunde kommt mit einem Problem / Wunsch auf Deine Website. Du hast genau 3 Sekunden, um zu zeigen, dass Du die Lösung hast. 3 Sekunden, sonst ist er weg! Nutze diese 3 Sekunden sinnvoll!

Zeige Deinem potentiellen Kunden, dass Du genau die oder der Richtige für ihn bist. Mach auf Deiner Homepage deutlich, dass Du sein Problem oder seinen Wunsch kennst und dass Du ihn verstehst.

3. Definiere Deine Marken-Attribute

Als ich vor über zehn Jahren begann meine eigenen Kunden zu betreuen, habe ich immer gefragt „Wie soll die Marke denn wirken?“. Dann kam immer (!) seriös und kompetent. Klar, jeder möchte, dass seine Marke kompetent, seriös, zuverlässig und sympathisch erscheint. Doch wir wollen es ein wenig konkreter definieren und Deine Marke damit zuspitzen.

Wähle von jedem Paar das Wort aus das Deinen Produkten / Dienstleistungen passt und damit Deiner Marke am ehesten entspricht. Sollte ein Wortpaar überhaupt nicht passen, einfach weglassen. Selbstverständlich kannst Du auch eigene Attribute hinzuaddieren:

 

sachlich / emotional

reduziert / opulent

modern / traditionell

Premium / preiswert

konservativ / flippig

leise / laut

fein / grob

brav / frech

technisch / organisch

cool / temperamentvoll

beruhigend / anregend

streng / leger

kalt / warm

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So viel zur inhaltlichen Ebene Deiner Marke.
Ab hier geht’s weiter mit der Optik. Wir legen den Grundstein für Dein ganz eigenes Corporate Design.
Wenn Du denkst „Hä, wasn das?“
Hier erklärt Claudia die 11 wichtigsten Marketing-Vokabeln.
Wenn Du wöchentlich mehr Tipps zum Thema Marketing möchtest, schreibe Dich hier ein:

4. Bestimme Deine Marken-Farben

Wir haben jetzt unsere Marken-Attribute. Wunderbar, dann nehmen wir diese als Grundlage für die Definition Deiner Farben. Hast Du warm oder kalt angekreuzt? Das gibt uns schon mal einen super Hinweis, ob wir eher warme oder kalte Farben verwenden.

Marke gestalten mit Farbe

Schauen wir uns Deine Marken-Attribute an. Wenn Du z. B. temperamentvoll ausgewählt hast, dann kannst Du ruhig mehrere knallige Farben auswählen.

Marke gestalten mit Farbe

Wenn Du brav ausgewählt hast, dann sind es eher gedeckte Töne.

Farben repräsentieren Marken

Farben transportieren ihre Botschaft unbewusst. Dafür muss man ein Gefühl entwickeln. Es gibt in einigen Branchen vorherrschende Farben, wie blau in der Finanzbranche. Damit kann man nichts falsch machen, fällt aber auch nicht auf.

Es gibt allerdings geradezu falsche Farben. Ein Zahnarzt mit einem Logo in der Signalfarbe rot vermittelt unterschwellig „Achtung, hier tut es weh.“ Die Assoziation mit Zahnfleischbluten liegt nah. Will man das? Nein!

 

Praktisch gesehen benötigst Du eine Farbe, die so dunkel ist, dass sie gut lesbar ist. Dazu würde ich ein bis zwei Schmuckfarben empfehlen.

Natürlich kannst Du Dir auch eine ganze Farbpalette, die gut zusammen passt definieren. Ab heute bitte nur noch diese und deren Abstufungen verwenden.

5. Lege Schriften fest

Auch hier schauen wir unsere Marken-Attribute an. Sachlich, reduziert, modern und Premium verlangen eher nach schlichten Schriften ohne Serifen (das sind die Füßchen an den Schriften, wie Times New Roman).

Die Schrift ist ein wichtiger Teil einer starken Marke.

6. Finde Deine aussagekräftige Bildsprache

Mach Schluss mit gruselig grinsenden Menschen, die den Daumen hochhalten. Ich will auch keine schüttelnden Hände mehr sehen.

Bitte versprich mir: Ab heute verwende ich atemberaubende Bilder!

Finde Deine ganz eigene Bildwelt.
In der Fotografie kann man verschiedenste Mittel einsetzen: Unschärfe, Proportionen, das Farbspiel etc. Außerdem gibt es die verschiedensten Themengebiete: Naturfotografie, Stillleben, Tiere, Sport, Pflanzen, Nahrung…

Setze es Dir zum Ziel Dein Angebot nur noch mit z.B. Naturfotografie zu symbolisieren. Oder nur noch in schwarz-weiß.

Wenn Du darüber nachdenkst Bilder von einem professionellen Fotografen machen zu lassen, überlege vorher welche Location oder welche Requisiten Sinn machen.

Ich finde es immer schön, wenn der Hintergrund Bezug zum Thema hat. Neulich habe ich ein Fotoshooting für eine Anwaltskanzlei betreut, die sich mit Baurecht auseinandersetzen. Viel spannender als die üblichen Aufnahmen im Büro sind die Bilder in einem Rohbau geworden.

7. Finde DEIN repräsentatives Motiv

Finde ein aussagekräftiges Bild für Dein Angebot. In der Werbung nennen wir das Keyvisual, also Schlüsselbild.

Schau noch mal auf Deine Botschaft. Was hat Dein Kunde von Deinem Angebot?

Kann man das mit einem symbolischen Bild ausdrücken?

 

Da alle Theorie grau ist, möchte ich Dir die Überlegungen zu meinem Keyvisual verdeutlichen:

Meine Botschaft: Ich mache Marken unwiderstehlich. Also habe ich ein Motiv gesucht, auf dem man sieht, dass jemand etwas begehrt.

Die Katze habe ich ausgewählt, weil sie zudem Emotionen auslöst. Die Leute schmunzeln, wenn ich ihnen meinen Flyer in die Hand gebe.

Machen Sie Ihre Marke unwiderstehlich

8. Sei auffällig!

Mach aus Deiner Marke die schönste und auffälligste in Deiner Branche!
Mein Kredo: Kenne Deine Branche und stich positiv aus ihr hervor!
Wer möchte denn schon aussehen wie alle anderen? Dazu muss man natürlich seine Branche kennen.

Analysiere Deine Mitbewerber.
Wie sieht deren Corporate Design aus?
Was machen die gut? Kannst Du das Gute verbessern?
Was gefällt Dir gar nicht? Mach das Gegenteil 😉

Dann versuche in Deiner Branche aufzufallen.

Ein Anwalt möchte ja nicht aussehen wie ein Bäcker. Aber er möchte wie ein besonderer Anwalt aussehen.

Schau Dir z. B. die Finanzbranche an. Dort ist die vorherrschende Farbe Blau. Meinst Du, dass ein weiteres blaues Logo auffallen würde?

Hier meine Tipps, um aufzufallen:

  • Nutze eine auffällige visuelle Sprache, um im Gedächtnis zu bleiben. Das können ungewöhnliche Bilder oder Bilder eingefärbt in Deiner Hauptfarbe sein.
  • Oder überlege in welchem Themengebiet Du Dich aufhältst und verwende daraus Elemente.
  • Sei mutig und gestalte Deine Werbung, Flyer und Visitenkarten plakativ. Warum nicht die Hauptfarbe vollflächig einsetzen?
  • Nutze andere Farben als in Deiner Branche üblich! Schriften müssen übrigens nicht immer Schwarz sein. Verwende ungewöhnliche Farbkombinationen. Warum nicht rostrot mit babyblau?
Wie Du ein geniales Corporate Design erstellen kannst
Branchentypische Farben lassen Dich untergehen

9. Halte Dich dran!

Wir haben jetzt super Elemente für das Corporate Design Deiner Marke gefunden. Also bitte halte Dich auch dran. Verwende immer dieselben Farben, Bilder und Schriften! Nur durch einen stringenten Außenauftritt wirst Du wiedererkannt.

Ich hoffe, ich habe Dich und Deine Marke weitergebracht. 🙂

 

Übrigens sprach ich am Experten-Tag am 4.10.17 in Claudias Facebook-Gruppe

Hier kannst Du das Facebook Live Video anschauen
(Du musst Mitglied der Gruppe sein!)

Die Autorin

Steffi Schaffer ist leidenschaftliche Markengestalterin. In ihrem Newsletter gibt sie regelmäßig Tipps, wie Du Deine Marke magisch anziehend machen kannst, um Dein Angebot besser zu verkaufen.

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